Hier ist er - mein Schottlandbericht:
Reisen - weg von zu Hause, raus aus dem Alltag, andere Länder und andere Menschen kennen lernen. Auch an einem selbst Neues entdecken - neue Perspektiven schaffen.
In einer Fernbeziehung ist die Urlaubszeit noch kostbarer. Leider unterliege ich dann dem Zwang, dass diese Zeit schön werden MUSS, weil wir ja so wenig gemeinsame Zeit haben. Aber mit Zwang funkioniert gar nichts. Dann kommt noch dazu, dass es immer ein bißchen dauert bis man „wirklich auf Urlaub ist“, sprich bis man wirklich abschalten und entspannen kann.
So kommt es gleich am Anfang unsere Reise zu ein wenig Mißstimmung: Wir sind im Kilmartin-Glen unterwegs. Zufällig sehe ich ein paar Steinmonolithen auf einer Schafweide. Ich bleibe stehen, fotographiere und suche nach einer Möglichkeit näher dorthin zu kommen. Hannes sagt: „Was willst denn dort, dass sind ja nur ein paar Steine“. Starke Aussage für jemanden der mir schon öfters gesagt hat wie toll er es findet, dass ich soviel Verständnis für seine Interessen hab. Das tut weh, auch wenn ich weiß, dass es nicht ganz so hart gemeint ist. Ich bin enttäuscht. Warum sagen Menschen immer wieder Dinge, die sie eigentlich nicht so meinen? Nur um Konversation zu betreiben, um irgendwas zu sagen? Sollte man nicht zuerst nachdenken bevor man etwas sagt? Oder ist es besser sich spontan zu äußern, denn das entspricht dann der Wahrheit? Ist es immer gut, zu sagen was man denkt, auch wenn man jemanden damit verletzt?...
Zurück nach Schottland und zu meinen Steinen – auf einer Infotafel lese ich, dass es in der Gegend um Kilmartin mehrere prähistorische Stätten gibt www.kilmartin.org. Wir sehen uns dann doch noch ein paar Steinkreise und Hügelgräber gemeinsam an :-)))
Ein nettes Erlebnis schottischer Gastfreundschaft: Im „Kilmartin-House“ (= kleines Museum+Shop+kleines Kaffee) finde und kaufe ich mir ein interessantes Buch. Zu meiner Überraschung bekomme ich an der Kassa meine Zahnbürste in die Hand gedrückt (hab noch gar nicht gemerkt das ich sie vergessen hab). Die hat mir nämlich unser aufmerksamer Zimmervermieter dort hinterlegt, nachdem wir beim Frühstück darüber geplaudert haben das wir eventuell noch dort vorbeischauen werden.
Weniger nett war das Erlebnis mit einem Schafhirten: Wenn einem auf einer Single-track-road eine Schafherde, die von Hunden und einem Schafhirten mit Quad getrieben wird, entgegenkommt, dann muß man als Tourist schon zur Kamera greifen – Postkartenmotiv
Wir bleiben stehen (bleibt uns ja nichts anderes übrig *gg*). Da es ja schöne Fotos werden sollen, steige ich aus. Das hat die Schafe ziemlich irritiert und sie wollten nicht weiter. Trotzdem mache ich ein paar Fotos
und nachdem ich wieder zurück ins Auto zurücksteige und die Schafe vorbei sind, hält der Quadfahrer an. In diesem Moment bin ich froh das ich nicht alles verstehe. Aber alleine seine Lautstärke, sein Gesichtsausdruck und ein paar Wörter die ich mitbekomme reichen, um zu wissen, dass er sauer ist. Irgendwie hat er ja Recht, wenn er sich über Touristen aufregt die ihn bei der Arbeit behindern. Er wünscht mir dann noch, dass es mir zu Hause in meinem Job auch mal so gehen solle. Ich verkneiffe mir ihm zu sagen, dass ich nur mit toten Schafen zu tun habe, die sich nicht mehr erschrecken können *gggg*. Vielleicht sollte er aber auch mal daran denken, dass Schottland (genauso wie Österreich auch) zum Teil von Tourismus lebt.
Apropos Postkartenmotiv: Souvenirläden haben meistens viel Ramsch, aber manchmal ist es doch ganz gut wenn man in einen hineinschaut. Man sieht dort immer wieder Postkarten mit Motiven, die man in keinem Reiseführer findet. So zum Beispiel den „Neist Point Lighthouse“ auf der Insel Skye, dem wir dann auch einen Besuch abstatten.
Wirklich schöne Urlaubssouvenire findet man aber trotzdem eher außerhalb dieser Läden und - wenn man will - jede Menge davon, zB Muscheln. In Nairn bei Inverness entdecken wir endlich einen schönen Sandstrand. „Endlich“ deswegen, weil auf meiner Karte jede Menge Sandstrände eingezeichnet sind, wir bis jetzt jedoch noch keinen gefunden haben. Das liegt aber nicht an unseren Navigationkünsten, sondern eher daran das die Karte schon 12 Jahre alt ist, und es anscheinend jetzt weniger Sandstrände gibt. (-->Das nächste Mal bin ich mit aktueller Karte unterwegs).
Doch Vorsicht – Warnung des Gesundheitsministeriums – Muschelsuchen kann zur Sucht werden!!!
Wir können gar nicht mehr aufhören damit – und was das Meer sonst noch an schönen Sachen anspült: Schnecken, Knochen, Krabbi-krabb (wie Hannes immer so lieb sagt)….
Nicht weit entfernt von Nairn liegt Fort George. Ein noch immer für militärische Zwecke genutztes Fort, das auch Touristen zugänglich ist. In der Kasernenkirche gibt es ein Fenster mit einem sehr netten Detail: ein Dudelsackspielender Engel *g*
Faszinierend an Ländern wie Schottland oder Irland finde ich die Gärten und Pflanzenvielfalt die es hier gibt. Obwohl es schon Ende September ist und daher nur mehr sehr wenig blüht, schön zum durchspazieren, genießen und staunen:
Und noch was fasziniert mich hier – Steinbrücken:
Zum Teil gesperrt, zum Teil aber auch befahrbar. Meist einspurig, manchmal mit Ampel, da so steil dass man nicht über die Kuppe sieht. Aber auch die flachen, von oben unauffälligen Brücken – das ist ja das gemeine daran, wenn man über Brücken fährt, bekommt man manchmal gar nicht mit wie schön sie sind.
Highlight ist eine Doppelbrücke – Eisenbahnbrücke über Straßenbrücke über Fluß.
8 Tage sind nicht viel Zeit für ein fremdes Land, aber nur im Auto sitzen wollen wir auch nicht. Daher verzichten wir auf die Highlands nordwestlich des Great Glen. Auch südlich davon gibt es schöne, wilde, schottische Landschaft.
Und meinen geliebten Lachs bekommt man hier sowieso überall – mmmmmhh, wie der hier schmeckt. Weniger schmeckt mir der Whisky. Der Besuch einer Distillery ist trotzdem Pflicht.
Was fehlt noch bei einem Bericht über eine Schottlandreise? – Natürlich jede Menge Burgen und Schlösser. In jedem Zustand, von der Ruine bis bewohnt, in jeder Größe und auch in dieser Form ;-)
auf dem Schild vorm Eingang steht: for sale.
Zum Abschluß gibt es noch einen Abendspaziergang an einem weiteren Sandstrand (natürlich mit Muschelsammeln bis es dunkel wird), ein paar Kilometer bzw Meilen vom Prestwick Airport (bei Glasgow)entfernt.
Schön war`s. und mehr Fotos gibts unter NOCH MEHR FOTOS
In einer Fernbeziehung ist die Urlaubszeit noch kostbarer. Leider unterliege ich dann dem Zwang, dass diese Zeit schön werden MUSS, weil wir ja so wenig gemeinsame Zeit haben. Aber mit Zwang funkioniert gar nichts. Dann kommt noch dazu, dass es immer ein bißchen dauert bis man „wirklich auf Urlaub ist“, sprich bis man wirklich abschalten und entspannen kann.
So kommt es gleich am Anfang unsere Reise zu ein wenig Mißstimmung: Wir sind im Kilmartin-Glen unterwegs. Zufällig sehe ich ein paar Steinmonolithen auf einer Schafweide. Ich bleibe stehen, fotographiere und suche nach einer Möglichkeit näher dorthin zu kommen. Hannes sagt: „Was willst denn dort, dass sind ja nur ein paar Steine“. Starke Aussage für jemanden der mir schon öfters gesagt hat wie toll er es findet, dass ich soviel Verständnis für seine Interessen hab. Das tut weh, auch wenn ich weiß, dass es nicht ganz so hart gemeint ist. Ich bin enttäuscht. Warum sagen Menschen immer wieder Dinge, die sie eigentlich nicht so meinen? Nur um Konversation zu betreiben, um irgendwas zu sagen? Sollte man nicht zuerst nachdenken bevor man etwas sagt? Oder ist es besser sich spontan zu äußern, denn das entspricht dann der Wahrheit? Ist es immer gut, zu sagen was man denkt, auch wenn man jemanden damit verletzt?...
Zurück nach Schottland und zu meinen Steinen – auf einer Infotafel lese ich, dass es in der Gegend um Kilmartin mehrere prähistorische Stätten gibt www.kilmartin.org. Wir sehen uns dann doch noch ein paar Steinkreise und Hügelgräber gemeinsam an :-)))
Ein nettes Erlebnis schottischer Gastfreundschaft: Im „Kilmartin-House“ (= kleines Museum+Shop+kleines Kaffee) finde und kaufe ich mir ein interessantes Buch. Zu meiner Überraschung bekomme ich an der Kassa meine Zahnbürste in die Hand gedrückt (hab noch gar nicht gemerkt das ich sie vergessen hab). Die hat mir nämlich unser aufmerksamer Zimmervermieter dort hinterlegt, nachdem wir beim Frühstück darüber geplaudert haben das wir eventuell noch dort vorbeischauen werden.
Weniger nett war das Erlebnis mit einem Schafhirten: Wenn einem auf einer Single-track-road eine Schafherde, die von Hunden und einem Schafhirten mit Quad getrieben wird, entgegenkommt, dann muß man als Tourist schon zur Kamera greifen – Postkartenmotiv
Wir bleiben stehen (bleibt uns ja nichts anderes übrig *gg*). Da es ja schöne Fotos werden sollen, steige ich aus. Das hat die Schafe ziemlich irritiert und sie wollten nicht weiter. Trotzdem mache ich ein paar Fotos
und nachdem ich wieder zurück ins Auto zurücksteige und die Schafe vorbei sind, hält der Quadfahrer an. In diesem Moment bin ich froh das ich nicht alles verstehe. Aber alleine seine Lautstärke, sein Gesichtsausdruck und ein paar Wörter die ich mitbekomme reichen, um zu wissen, dass er sauer ist. Irgendwie hat er ja Recht, wenn er sich über Touristen aufregt die ihn bei der Arbeit behindern. Er wünscht mir dann noch, dass es mir zu Hause in meinem Job auch mal so gehen solle. Ich verkneiffe mir ihm zu sagen, dass ich nur mit toten Schafen zu tun habe, die sich nicht mehr erschrecken können *gggg*. Vielleicht sollte er aber auch mal daran denken, dass Schottland (genauso wie Österreich auch) zum Teil von Tourismus lebt.
Apropos Postkartenmotiv: Souvenirläden haben meistens viel Ramsch, aber manchmal ist es doch ganz gut wenn man in einen hineinschaut. Man sieht dort immer wieder Postkarten mit Motiven, die man in keinem Reiseführer findet. So zum Beispiel den „Neist Point Lighthouse“ auf der Insel Skye, dem wir dann auch einen Besuch abstatten.
Wirklich schöne Urlaubssouvenire findet man aber trotzdem eher außerhalb dieser Läden und - wenn man will - jede Menge davon, zB Muscheln. In Nairn bei Inverness entdecken wir endlich einen schönen Sandstrand. „Endlich“ deswegen, weil auf meiner Karte jede Menge Sandstrände eingezeichnet sind, wir bis jetzt jedoch noch keinen gefunden haben. Das liegt aber nicht an unseren Navigationkünsten, sondern eher daran das die Karte schon 12 Jahre alt ist, und es anscheinend jetzt weniger Sandstrände gibt. (-->Das nächste Mal bin ich mit aktueller Karte unterwegs).
Doch Vorsicht – Warnung des Gesundheitsministeriums – Muschelsuchen kann zur Sucht werden!!!
Wir können gar nicht mehr aufhören damit – und was das Meer sonst noch an schönen Sachen anspült: Schnecken, Knochen, Krabbi-krabb (wie Hannes immer so lieb sagt)….
Nicht weit entfernt von Nairn liegt Fort George. Ein noch immer für militärische Zwecke genutztes Fort, das auch Touristen zugänglich ist. In der Kasernenkirche gibt es ein Fenster mit einem sehr netten Detail: ein Dudelsackspielender Engel *g*
Faszinierend an Ländern wie Schottland oder Irland finde ich die Gärten und Pflanzenvielfalt die es hier gibt. Obwohl es schon Ende September ist und daher nur mehr sehr wenig blüht, schön zum durchspazieren, genießen und staunen:
Und noch was fasziniert mich hier – Steinbrücken:
Zum Teil gesperrt, zum Teil aber auch befahrbar. Meist einspurig, manchmal mit Ampel, da so steil dass man nicht über die Kuppe sieht. Aber auch die flachen, von oben unauffälligen Brücken – das ist ja das gemeine daran, wenn man über Brücken fährt, bekommt man manchmal gar nicht mit wie schön sie sind.
Highlight ist eine Doppelbrücke – Eisenbahnbrücke über Straßenbrücke über Fluß.
8 Tage sind nicht viel Zeit für ein fremdes Land, aber nur im Auto sitzen wollen wir auch nicht. Daher verzichten wir auf die Highlands nordwestlich des Great Glen. Auch südlich davon gibt es schöne, wilde, schottische Landschaft.
Und meinen geliebten Lachs bekommt man hier sowieso überall – mmmmmhh, wie der hier schmeckt. Weniger schmeckt mir der Whisky. Der Besuch einer Distillery ist trotzdem Pflicht.
Was fehlt noch bei einem Bericht über eine Schottlandreise? – Natürlich jede Menge Burgen und Schlösser. In jedem Zustand, von der Ruine bis bewohnt, in jeder Größe und auch in dieser Form ;-)
auf dem Schild vorm Eingang steht: for sale.
Zum Abschluß gibt es noch einen Abendspaziergang an einem weiteren Sandstrand (natürlich mit Muschelsammeln bis es dunkel wird), ein paar Kilometer bzw Meilen vom Prestwick Airport (bei Glasgow)entfernt.
Schön war`s. und mehr Fotos gibts unter NOCH MEHR FOTOS
capra ibex - 20. Okt, 14:43